Einbruchschutznormen positiv abgestimmt Freitag, 04. September 2009

Das Umfrageverfahren zu den Einbruchschutznormen prEN 1627 bis prEN 1630 wurde positiv abgeschlossen. D.h., die europäischen Mitgliedsstaaten haben mehrheitlich der Neufassung er Einbruchschutznormen für Fenster und Türen zugestimmt. Sobald ein noch schwebendes Einspruchsverfahren aus Frankreich abgeschlossen ist, werden die Normen als verbindliche EN-Normen veröffentlicht.

Tore sind im Geltungsbereich der Normen explizit ausgeschlossen – mit gutem Grund, denn schon seit langem wurde auf europäischer Eben darum gerungen, dass für Tore andere Anforderungen gelten müssen. Letztendlich sind die Normengremien dieser technisch eindeutigen und nachvollziehbarer Position gefolgt und haben Tore aus dem Geltungsbereich der Normen EN 1627 bis EN 1630 ausgeschlossen:

 

EN 1627: Scope

 

“This European Standard specifies requirements and classification systems for burglar resistant characteristics of pedestrian doorsets, windows, curtain walling, grilles and shutters. It is applicable to the following means of opening: Turning, tilting, folding, turn-tilting, top or bottom hung, sliding (horizontally and vertically) and rolling as well as fixed constructions. It also covers products that include items such as letter plates or ventilation grilles. It specifies requirements for the burglar resistance of a construction product (as defined in 3.1 of this standard). (…)This European Standard does not apply to doors, gates and barriers, intended for installation in areas in the reach of persons, and for which the main intended uses are giving safe access for goods and vehicles accompanied or driven by persons in industrial, commercial or residential premises, as covered by EN 13241-1. (…)“

 

EN 1627: Anwendungsbereich

 

„Die vorliegende Europäische Norm legt die Anforderungen und Klassifizierungssysteme der einbruchhemmenden Eigenschaften von Türelementen, Fenstern, Vorhangfassaden, Gitterelementen und Abschlüssen fest. Sie gilt für die folgenden Öffnungsarten: Drehen, Kippen, Falten, Drehkippen, Schwingen, Schieben (horizontal und vertikal) und Rollen sowie für fest montierte Konstruktionen. Sie behandelt außerdem auch Produkte, die Elemente wie beispielsweise Briefklappen oder Lüftungsgitter enthalten. Die Norm legt Anforderungen an die Einbruchhemmung eines Bauproduktes fest (entsprechend 3.1 der vorliegenden Norm). (…)Diese Europäische Norm gilt nicht für Tore und Schranken, die für den Einbau in Bereichen für den Zugang von Personen gedacht sind und die hauptsächlich für einen sicheren Zugang für Güter und von Personen geführten Fahrzeugen in industriellen, gewerblichen und Wohnbereichen gedacht sind, wie durch EN 13241-1 abgedeckt. (…)“

 

Schon frühzeitig haben sich die Torhersteller, die im führenden europäischen Industrieverband Tore Türen Zargen ttz zusammengeschlossen sind, mit dieser Thematik befasst, um praxisnahe Anforderungen für Tore zu definieren. Mit der ttz – Richtlinie Einbruchemmung für Garagentore, die zusammen mit dem TÜV Nord entwickelt wurde wurden erste Schritte in die richtige Richtung gemacht. Nun ist es das Ziel, eine europäische Norm zu erarbeiten, die Anforderungen zum Einbruchschutz an Tore stellt.

 

Die ttz- Richtlinie Einbruchhemmung für Garagentore ist – in Deutsch und Englisch – auf unserer Website frei downloadbar.

 

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